Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Resilienzwoche macht stark für Krisen

Unter Federführung des Innenministeriums startet am Montag den 7. September 2026 die Resilienzwoche der Landesregierung. Im Mittelpunkt steht die Sensibilisierung für Krisenprävention und für eine angemessene Vorsorge in der Bevölkerung.

Eine Woche lang informiert das Innenministerium zu Themen wie dem Packen eines Notfallbeutels oder dem richtigen Anlegen von Vorräten. Innenminister Roman Poseck besucht in diesem Rahmen unter anderem Schulen, Kommunen und Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur, um die Aufmerksamkeit für das Thema Resilienz zu erhöhen. Begleitet wird die Resilienzwoche von einer ressortübergreifenden Social-Media-Kampagne.

Auf Krisen vorbereiten und Resilienz stärken

Heimatschutzminister Roman Poseck führte zum Start der Resilienzwoche aus: „Resilienz ist heute wichtiger denn je. Infolge des völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und des Erstarkens extremer Kräfte im Inland geraten Gefahren für die Kritische Infrastruktur immer mehr in den Fokus. Sabotage, Spionage und Cyberangriffe stellen eine zunehmende Bedrohung dar. Das hybride Anschlagsszenario in Leipzig hat uns das deutlich vor Augen geführt.

Die aktuelle Sicherheitslage erfordert von uns allen eine konsequente Vorbereitung auf Krisenereignisse. Mit der Resilienzwoche schärfen wir das Bewusstsein für dieses Thema auf allen Ebenen. Resilienz kann nicht verordnet werden; sie muss von allen gelebt werden.

Es freut mich, dass wir heute in der Diemeltalschule gemeinsam mit Kultusminister Armin Schwarz beginnen. Hier zeigt sich, dass Resilienz kein abstrakter Begriff ist, sondern etwas, das ganz konkret eingeübt werden kann. Die Feuerwehr-AG an der Diemeltalschule zeigt auf beeindruckende Weise, wie das gelingt. Die Kinder erfahren hier, was im Notfall zu tun ist, wie ein Notruf abgesetzt wird und wie wichtig es ist, im entscheidenden Moment einen kühlen Kopf zu bewahren. Genauso lernen sie, aufeinander zu achten, Verantwortung zu übernehmen und im Team zu handeln. Damit legt dieses Angebot ein Fundament, das weit über den Brandschutz hinausreicht.

Die aktuelle Lage erfordert von uns allen eine konsequente Vorbereitung auf Krisenereignisse. Mit der Resilienzwoche schärfen wir das Bewusstsein für dieses Thema.

Roman Poseck Innenminister

Der Besuch an der Diemeltalschule steht zugleich für das, was wir mit der gesamten Resilienzwoche erreichen wollen. Krisen und Katastrophen lassen sich nicht verhindern, aber wir können uns auf sie vorbereiten. Eine Gesellschaft ist dann widerstandsfähig, wenn möglichst viele Menschen wissen, wie sie sich selbst und anderen helfen können und wenn sie bereit sind, füreinander einzustehen. Deshalb werde ich in dieser Woche in Blaulichtorganisationen, in Kommunen, im Bürgergespräch und bei Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur für Eigenvorsorge und Selbstschutz werben.

Gemeinsam mit dem Handelsverband Hessen stellen viele hessische Landkreise im Einzelhandel das Thema Eigenvorsorge in den Mittelpunkt. Ich werde selbst am Donnerstag einen Markt in Frankfurt besuchen und dort einen Notvorrat zusammenstellen. Am selben Tag findet der bundesweite Warntag statt, an dem Sirenen, Warnapps und weitere Informationswege getestet werden.

Resilienz vor Ort stärken: Programm KOMPASS Resilienz

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Kommunen. Das im März aufgesetzte Programm KOMPASS Resilienz ist auf großes Interesse gestoßen, erste Maßnahmen sind bereits umgesetzt. In dieser Woche werden die ersten Kommunen als KOMPASS-Resilienz-Kommunen begrüßt und mit einem Schild gewürdigt, darunter Stadtallendorf, Geisenheim und Rödermark.

Resilienz stärken wir auch aus der Luft. Daher freue ich mich, einen KRITIS-Hubschrauberstreifenflug und eine Windenrettungsübung zu begleiten.

Mit der Resilienzwoche wollen wir informieren und sensibilisieren. Jeder kann den Schritt gehen: Ein Vorrat für einige Tage, ein gepackter Notfallbeutel, eine Warnapp auf dem Handy und ein Blick auf die Notrufnummern, das ist wenig Aufwand und im Ernstfall von großem Wert.“

Die Resilienzwoche im Überblick

Grundlage der Landesaktivitäten ist die Hessische Resilienzstrategie, die im ressortübergreifenden Sicherheits- und Resilienzrat erarbeitet wurde. Sie identifiziert Schwachstellen, stellt die staatliche Handlungsfähigkeit in Krisenlagen sicher und führt die Maßnahmen des Landes zusammen. Ergänzt wird sie unter anderem durch den Gemeinsamen Sicherheitsdialog mit Vertretern hessischer Ministerien, der Sicherheitsbehörden, der Bundeswehr, der US-Streitkräfte und der Wirtschaft sowie durch den seit 2019 bestehenden Runden Tisch KRITIS. Im hessischen Katastrophenschutz wurden seit 2008 mehr als 100 Millionen Euro investiert, die Zahl der Landesfahrzeuge stieg von unter 300 auf rund 900. Jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt kann heute auf ein Großstromaggregat zur Unterstützung der Kritischen Infrastruktur zugreifen.

Termine von Staatsminister Roman Poseck im Rahmen der Resilienzwoche:

Station 1:

09:30 – 10:30 Uhr: Besuch der Diemeltalschule und ihrer „Feuerwehr-AG“ im Rahmen der Resilienzwoche mit Kultusminister Armin Schwarz

Adresse: Diemeltalschule Usseln, Schulstraße 2, 34508 Willingen-Usseln

Station 2:

11:45 bis 12:30 Uhr: Begrüßung der Stadt Stadtallendorf als KOMPASS-Resilienz Kommune

Adresse: Stadthalle Stadtallendorf, Bahnhofstr. 2, 35260 Stadtallendorf

Station 3:

14:00 bis 14:45 Uhr: Begrüßung der Stadt Geisenheim als KOMPASS-Resilienz Kommune

Adresse:  Haus der Sicherheit und Resilienz, Winkeler Straße 132, 65366 Geisenheim

Station 1:

09:45 bis 10:30 Uhr: Besuch einer neuen Regieeinheit Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) bei einer Katastrophenschutzfortbildung

Adresse: Zentrale Leitstelle Main-Taunus, Katharina-Kemmler-Str. 1, 65719 Hofheim am Taunus

Station 2:

17:30 bis 18:15 Uhr: Übergabe des Zuwendungsbescheids für ein Einsatzleitwagen (ELW 1) an die Gemeinde Helsa für die Freiwillige Feuerwehr Helsa

Adresse: Feuerwehrhaus, Berliner Str. 16, 34298 Helsa

Station 1:

09:30 bis 10:30 Uhr: Kooperation mit dem Handelsverband: Nahezu alle hessischen Landkreise werden in der Resilienzwoche in REWE-Märkten das Thema der Eigenvorsorge in den Mittelpunkt stellen.

Heimatschutzminister Roman Poseck besucht den REWE-Markt Alamyaar in Frankfurt und stellt einen Notvorrat zusammen.

Adresse: REWE-Markt Alamyaar, Thudichumstraße 18-22, 60489 Frankfurt am Main

Station 2:

13:15 bis 14:15 Uhr: Podiumsdiskussion im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Katastrophenschutz-Übung

Adresse: Feuerwache 1 (Mehrzweckhalle), Feuerwehrstr. 1, 60435 Frankfurt

Station 3:

15:45 Uhr: Pressestatement nach Hubschrauberstreifenflug über KRITIS-Einrichtungen und über die aktuelle Sicherheitslage

Adresse: Polizeipräsidium Westhessen, Konrad-Adenauer-Ring 51, 65187 Wiesbaden, Treffpunkt Hubschrauberplatz

Station 4:

17:00 bis 18:00 Uhr: GEFMA-Tag Hessen 2026 zu KRITIS

Adresse: Kloster Eberbach, Kloster-Eberbach-Str. 1, 65346 Eltville

Station 1:

09:30 bis 10:15 Uhr: Begrüßung der Stadt Rödermark als KOMPASS-Resilienz Kommune

Adresse: Rathaus Ober-Roden, Dieburger Straße 13-17, 63322 Rödermark

Station 2:

11:00 bis 11:45 Uhr: Bescheidübergabe für mehr Sicherheit bei Veranstaltungen an Riedstadt

Adresse: Rathaus, Rathausplatz 1, 64560 Riedstadt-Goddelau

Station 1:

09:30 bis 10:30 Uhr: Feierliche Übergabe von 26 Sonderanhängern Betreuung und 26 Sonderanhängern Versorgung des Katastrophenschutzes sowie 3 Abrollbehälter Tankstelle des Katastrophenschutzes an Einheiten des Katastrophenschutzes

Adresse: Schlossplatz, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden

Station 2:

11:00 bis 12:15 Uhr: Besuch einer Windenrettungsübung in Nieder-Beerbach

Konkrete Adresse wird nach Anmeldung zugesendet.

Station 3:

13:00 bis 14:00 Uhr: Grußwort anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Jugendfeuerwehr Eppstein-Niederjosbach

Adresse: Freiwillige Feuerwehr, Bahnstr. 15-19, 65817 Eppstein

Station 4:

15:00 bis 16:00 Uhr: Grußwort anlässlich der Einweihung des Feuerwehrhauses der Freiwilligen Feuerwehr Zwingenberg-Rodau und Übergabe eines Fahrzeuges (TSF-Wasser).

Adresse Feuerwehrgerätehaus, Zwingenberger Str. 5, 64673 Zwingenberg-Rodau

Station 1:

11:30 bis 12:30 Uhr: Akademische Feier der Freiwilligen Feuerwehr Königstein im Taunus anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens

Adresse: Haus der Begegnung, Bishof-Kaller-Str. 3, 61462 Königstein im Taunus

Station 2:

15:00 bis 15:45 Uhr: Bescheidübergabe für den Neubau des Feuerwehrhauses in Dautphetal

Adresse: Rathaus Dautphe, Hainstraße 1, 35232 Dautphetal